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Haas Romy

Die Kosmis

Roman Erschienen 2005 Format 13,6 x 21,4 cm 274 Seiten Hardcover mit Schutzumschlag Preis: SFr 31,00 ISBN 3-907149-56-4 Nimrod-Literaturverlag, Schweiz

Über die Autorin
Romy Haas
, Kosmopolitin und leidenschaftliche Vertreterin humanistischer Ideen, lebt und schreibt in Zürich. Sie hat erst als erwachsene und verheiratete Frau die Matur nachgeholt, mit dem Ziel, Jura zu studieren. Leider musste sie nach kurzer Ehe und Scheidung diesen Gedanken aufgeben, aus finanziellen Gründen und weil ihre Berufstätigkeit im Public Relations Management einer internationalen Vertriebsgesellschaft dies nicht mehr möglich machte.


Die Kosmis› ist ihr erster veröffentlichter Roman und ein Produkt innerer Zwänge. Sie selbst sagt es so: «Es ist die Zeit, die in mich hineingesprochen hat, und diese Zeit muss ich wieder aus mir herausreden, weil sie mich sonst krank macht!»

Über das Buch
Auf der Fahrt in ein Feriencamp, wo sie ausspannen und ihr soeben abgeschlossenes Studium und ihre Promotion gebührend feiern wollen, geraten fünf junge Männer in eine Massenkarambolage und finden dabei den Tod.
Als sie sich in den Vorhallen des Himmels wieder treffen und sich bewusst werden, dass für sie das Leben vorbei ist, meutern sie und verlangen, vor die oberste Instanz geführt zu werden. Rainer, der Anführer der Gruppe, versteht es, Gott davon zu überzeugen, dass ihr Tod eine Verschwendung besten Menschenmaterials sei. Gott zeigt Verständnis und gewährt ihnen eine zusätzliche Lebensfrist auf Erden.

Die folgenden Erlebnisse entführen den Leser in ein Geschehen voller Dramatik. Die fünf jungen Leute treten in ihrem zweiten Leben als bereits arrivierte und gesellschaftlich hochstehende Persönlichkeiten auf. Ihre wichtigen Positionen in Politik und Wirtschaft bilden den Ausgangspunkt für ihr Aktivwerden und Eingreifen in die Geschicke einer Welt, die geschüttelt von einer nicht zu bannenden Epidemie ins Chaos zu versinken droht.


Virtuelle Wirklichkeit oder Fiktion? Das ist hier die Frage.

. . . Fox war eben beim Frühstück, als der Postmann kam. Nanu, dachte er, Post, das ist was ganz Neues. Seit einiger Zeit hatte er keine Bewerbungen mehr versandt. Konnte also keine Antwort von irgenwoher sein. Neugierig bekiekte er zuerst mal das Kuvert. Keine Briefmarke, ergo etwas Amtliches. Oder eine Rechnung. Was immer, ich stehe für nichts mehr gerade. Sollen sie doch die Kakerlaken pfänden, wenn es sein muss. Er nahm ein Messer und schnitt den Brief sorgsam auf. Er entfaltete das Schreiben. Seine Augen weiteten sich. Langsam in sich zusammensinkend fiel er in den nächststehenden Stuhl und stierte auf das Blatt. Sein Mund bewegte sich, aber es war kein Wort zu verstehen. Wie ein Frosch auf Brautschau machte er Glubschaugen und quappte den Mund auf und zu. Immer und immer wieder besah er sich die Anschrift. Da stand sein Name und seine Adresse. Kein Zweifel, das Schreiben war für ihn; vom Stadtamt, wie er feststellen konnte. Doch das, was er hier las, das ging schlechtweg über seinen Verstand . . ..

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